Vom Spargeldamm auf den Teller

  

Die Spargelpflanze wird in Töpfe angebaut und bleibt bis zu einer Größe von ca. 15 cm im Gewächshaus, dann wird sie aufs Feld gepflanzt.

 

Im ersten Jahr kann noch kein Spargel gestochen werden, die Junganlagen sind noch zu schwach. Im nächsten Frühjahr werden mit einer Spargeldammfräse Erddämme über den Pflanzen errichtet.

Nun kommen verschiedene Verfrühungs- und Verspätungssysteme zum Einsatz.

  • Felder mit Bodenheizung

Als Pioniere haben wir im Jahr 2007 den innovativen Fortschritt gewagt am Standort Alburg den Spargel mittels Bodenerwärmung durch eine Hackschnitzelheizung zu verfrühen. Unter der Erde wurden Rohre verlegt, die genau wie eine Fußbodenheizung funktioniert und dem Spargel durch den erwärmten Boden den Frühling simulieren. Dadurch ist die erste Spargelernte bereits Anfang März möglich. Mittlerweile als Profi beim Heizungsspargel haben wir uns 2015 an ein neues Projekt gewagt. Mit demselben System werden die Spargelfelder in Plattling erwärmt, nur dass die Energie nicht aus einer Hackschnitzelheizung stammt, sondern die Abwärme der Papierfabrik Plattling wird genutzt. Die erste Ernte erfolgt im März 2016.

 

 

  • Außerdem verfrühen wir die Spargelernte durch Folientunnel, bei denen Folien wie ein Minigewächshaus über die Spargeldämme gezogen werden.

 

 

  • Die Schwarz-Weiß Folie kann sowohl zur Verfrühung als auch Verspätung genutzt werden. Liegt die schwarze Seite oben, werden die Sonnenstrahlen besser aufgefangen, dadurch können sich die Spargeldämme erwärmen.

  Liegt die weiße Folie oben, werden die Sonnenstrahlen besser reflektiert. Die Spargeldämme erwärmen sich langsamer, der Spargel reift langsamer und die Ernte kann hinausgezögert werden.

 

 

Nun muss nur noch gewartet werden, bis die ersten Spargelspitzen aus den Erddämmen hervorspitzen, dann kann die Ernte beginnen. Die Spargelernte erfolgt per Hand, jede Stange wird einzeln gestochen. Dabei gräbt man neben der Spargelspitze die Erde weg, sticht mit einem langen Spargelmesser an der Spargelstangen entlang in die Erde hinein und schneidet sie unten ab. Anschließend muss das Loch wieder mit Erde verschlossen werden, sodass wieder Spargel nachwachsen kann.

Die gestochenen Spargelstangen werden schnell zur Weiterverarbeitung gebracht. Da werden sie zuerst gewaschen und anschließend in einer Eiswasserkühlung gekühlt für eine längere Haltbarkeit. Danach wird er abgeschnitten und mittels Scanner nach den verschiedenen Handelsklassen sortiert. Bei Kundenwunsch wird der Spargel noch geschält bevor er zuletzt in die jeweiligen Verpackungen gepackt wird.

 

 

Sticht man den Spargel nicht und lässt ihn wachsen, bildet sich bei weiblichen Pflanzen rote Beeren. Für Vögel stehen sie ganz oben auf der Liste für Leckerbissen, für Menschen sind diese aber ungenießbar.

 

 

 

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