Geschichte

1988

Über mehrere Generationen bestehende Landwirtschaft der Familie Baumann in Greißing und Schmaderer in Geiselhöring

1988

Bereits während Karl Baumann´s Studium der Agrarwissenschaften versuchte er sich an ersten Erdbeer-Selbstpflückplantagen in Greißing bei Geiselhöring. Außerdem testete er verschiedenste Grassamenvermehrungen von Dill bis Weidelgras. Eine Herzensangelegenheit von Karl Baumann war sein damaliges Projekt zur Erprobung verschiedener Methoden zu Ertragssteigerung im koventionellen Ackerbau. Von den damaligen Erkenntnissen profitiert das Unternehmen heute noch.

1990/91

Nach der Eheschließung mit Rosa Maria Baumann übernimmt das junge Unternehmerpaar die elterliche Landwirtschaft von Karl sen. und Elfriede Baumann mit 28 ha. Die damalige Betriebsstruktur setzte ausschließlich auf konventionellen Ackerbau. Von Zuckerrüber, über Getreide bis hin zu Mais. Die Ursprungshofstelle befindet sich in Greißing (2 km entfernt von Geiselhöring). Dort ist auch heute noch der Mittelpunkt in Sachen Landmaschinen in der betriebseigenen Werkstatt.

1992

Auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal, gebunden an Bodenverhältnisse und Standort, kam das Unternehmerpaar auf immer neue Ideen. Forschungsreisen im In- und Ausland, sowie Messen und Fachausstellungen bestärkte die Familie für die Sonderkulturen Spargel und Beerenobst. So wurden 1992 die ersten Spargel- und Heidelbeerpflanzen rund um Geiselhöring gesetzt um die Kultur besser kennen zu lernen.

1993

Schon bald begann der Verkauf von Spargel, Heidelbeeren und Erdbeeren in der Hofstelle in Geiselhöring in der Straubinger Straße. So entstanden die ersten Schritte einer funktionierenden Warenlogistik von der Annahme, über die Sortierung bis zum Vertrieb.

1996

Nun versuchte sich Karl Baumann auch an Himbeeren und pflanze in Greißing dafür erste Selbstpflückplantage.

1997

Da die landwirtschaftliche Hofstelle in der Straubinger Straße für die platzintensive Spargelproduktion zu klein wurde, kaufte das Unternehmerpaar das ehemalige Lagerhaus in der Dingolfinger Str. 26 Geiselhöring. Hier ist bis heute die Zentrale des Betriebes. In den Hallen findet die Annahme, Sortierung und Verpackung der Waren statt sowie die Kühl- und Transportlogistik. In den Bürogebäuden ist der Sitz von Verwaltung, Vertrieb, Produktions- und Anbautechnik und Marketing. Zu Beginn befand sich der Hofladen noch in den Verarbeitungshallen. Nun ist er in einem eigenen Gebäude.

2002 / 2003

Ein großer Kraftakt war die Übernahme des „Erdbeerland Krinner“ mit 13 Erdbeerselbstpflückplantagen auf 33 ha. Doch gleichzeitig war es ein großer Schritt nach vorn für das aufstrebende Paar, die bemüht waren die Produktionsflächen jedes Jahr zu erweitern. Auf der Suche nach optimalen Standorten richtete sich der Blick frühzeitig über den Landkreis hinaus in die gesamte Ostbayerische Region.

2005

Seit diesem Jahr wurde eine intensive Erdbeer-Marktpflücke betrieben und neue Anbau- und Verfrühungstechniken erprobt. Große Folientunnel über je 4 Reihen Erdbeeren und Hummelnistkästen zur Bestäubung hat sich besonders bewährt.

2006

Die Spargel + Beeren Baumann GmbH wird gegründet. Als Pioniere in Verfrühungstechniken vor Allem für Frühspargel baute das Unternehmen  das erste bayerische unterirdische Wärmesystem für Spargel in Alburg-Oberast bei Straubing. Dabei wird das durch die Leitungen fließende Wasser durch eine Hackschnitzelheizung erwärmt und ein früheres, gleichmäßiges Wachstum des Spargels ist garantiert.

2007

Ein wichtiger Schritt in der Unternehmensentwicklung war die Pacht des Gutes Schafhöfen, Nähe Sünching, mit einer arrondierten Fläche von 300 Hektar. Weitläufig sind dort Sandböden, die zu dem im bisher kultivierten Lösslehm im Gäuboden eine schöne Ergänzung liefert. Es wurde ein umfassendes Tropfbewässerungssystem ausgebaut, was neue Produktionstechnologien ermöglichte. Die Im Jahr 2006 erprobte Innovation in der Verfrühungstechnik wurde in Schafhöfen durch den Bau einer weiteren Hackschnitzelheizung ausgebaut.

2013

Die Übernahme der Firma „Erdbeer Gögl“ garantierte eine Ausweitung des Betriebes im Landkreis Dingolfing/Landau bis ins Rottal. Auf dem Gut Schafhöfen wurden große Folientunnel errichtet für eine Substratkultur von Himbeeren und Brombeeren mit Fertigationstechnik um die optimale Ernährung der Pflanzen zu gewährleisten. Auch im Bereich der Selbstpflücke hat sich einiges getan. Von nun an stehen einige Plantagen unter dem Motto „Pflücken ohne Bücken“. Dabei wurden Erdbeeren auf einen Damm gepflanzt. Dieser ist nicht nur eine Erleichterung zum Pflücken, sondern die Früchte bleiben auch sauberer, da sie nicht auf dem Boden aufliegen. Mit Stroh befestigte Wege dienen für ein Pflückvergnügen bei jedem Wettter.

2014 / 2015

Um in der Produktion des Frühspargels noch besser zu werden, wurden ständig neue Flächen und Techniken gesucht. Schließlich kam es zu einer Kooperation mit der Firma MD Papiere GmbH/ Kraftanlagen München. So kann von der Papierfabrik Plattling Abwärme genutzt werden um Spargel auf nahe gelegenen Flächen zu verfrühen.

2016

In diesem Jahr begann ein erfolgreicher Start der 27 Hektar großen Spargelproduktionsfläche in Plattling, bei der die Flächen durch Abwärme der Papierfabrik durch ein Rohrleitungssytem beheizt werden. Dadurch kann der Spargel bereits ab Ende Februar gestochen werden. Die gleichmäßige Erwärmung des Dammes dient für ein besonders ausgeglichenes Wachstum und einen milden Geschmack. Im Herbst 2015 wurde die Gesellschaftsform der Firma von der Landwirtschaft in eine KG umgewandelt. Dabei wurde die Beteiligung der nächsten Generation des Betriebes berücksichtigt.

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